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02. Januar 2021

Eine Familie, eine Leidenschaft

Vater Marco, Mutter Astrid und Tochter Giulia sind alle drei als Maskenträger mit den Brucker Perchten & Rauhnachtsgsindl unterwegs.

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„Wir sind wortwörtlich ins eiskalte Wasser gesprungen.“, erinnert sich Marco Zedde an die Anfänge. „Damals wollten Astrid und ich unserem Vorstand Klaus bei der Gründung des Vereins unterstützen und wurden somit auch ein Teil des Vereins.“ Von dieser Art des Brauchtums war er allerdings schon vorher begeistert: „Uns faszinierte schon früher der sardische Brauch, der dort „Mamuthone“ genannt wird.“

So ging es als nächstes also an sie Auswahl der passenden Rollen. Astrid Zedde war schnell entschieden: „Als ich das erste Mal die Hexenmaske des Vereins sah, habe ich mich so greislig im Spiegel gesehen und wusste: Das bin ich!“ Und auch für Tochter Giulia fiel die Wahl auf eine Hexe: „Die Rolle spiegelt mich gut wider und außerdem wäre mir so ein aufwändiges Perchtenkostüm auch zu schwer.“, begründet sie. „Meine Maske ist dann auch genauso geworden, wie ich sie mir gewünscht und vorgestellt habe.“, freut sich Giulia,  „Sie hat ein greisliges Grinsen, stechend grüne Augen und grau-schwarze Haare. Die wollte ich unbedingt haben, da sonst noch keine andere Hexe diese einzigartige Haarfarbe hatte.“

Fotos: Isabel Bachmann | IsaART

Neben den zwei Hexen vertritt Marco die Perchten in der Familie. Er trägt seither die Maske des Oberpercht, mit besonders eindrucksvollen Hörnern: „Mein markantes Kinn sowie meine Reißzähne machen mein böses Geschau einzigartig.“

Mit den Masken aufzutreten, sei etwas ganz besonderes. „Wir freuen uns das ganze Jahr darauf, mit den Vereinsmitgliedern den Zuschauern unser traditionelles Brauchtum zu vermitteln und sie zu faszinieren“, beschreibt Marco die Motivation, seit der Gründung bis heute im Verein mitzuwirken. „Im besten Fall haben die Besucher beim Zuschauen ebenso viel Freude wie wir unter den Masken.“

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