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05. Januar 2021

Perchten statt Playmobil

Seit dem Kindergarten träumt Nepomuk davon, mit der „Wuiden Hetz“ aufzutreten. Als jüngstes Mitglied der Brucker Perchten & Rauhnachtsgsindl ist er seinem Ziel ganz nah.

 

Frage: Nepomuk, Du bist das jüngste Mitglied der Brucker Perchten. Wie bist Du denn auf die Brucker Perchten & Rauhnachtsgsindl aufmerksam geworden?

Nepomuk: Vor drei Jahren wurde die „Wuide Hetz” in Fürstenfeldbruck aufgeführt. Meine ältere Schwester hat damals im Chor mitgesungen und weil ich immer mitgefahren bin, um sie abzuholen, habe ich bei den Proben zugeschaut; später dann auch bei der Vorstellung. Die Perchten haben mich da in den Bann gezogen und ich habe meine Mutter dann auch mit Fragen zu den Rauhnächten gelöchert, weil mich das so interessiert hat.

Was oder wer hat Dir denn bei der “Wuiden Hetz” am besten gefallen?

Der Kraxenträger.

Das ist ja überraschend, denn der Kraxenträger ist ja ein eher untypischer Percht.

Das stimmt schon, aber er hat erzählt und erklärt, was es mit den Rauhnächten auf sich hat und das fand ich besonders toll.

Das war also der Ursprung Deiner Begeisterung für die Brucker Perchten. Wie ist es denn dann weitergegangen?

Damals war ich ja noch im Kindergarten und kurz nach der „Wuiden Hetz“ hat eine der Hexen dort als Erzieherin zum Arbeiten angefangen. Für die habe ich dann Bilder gemalt und sie auch gefragt, ob ich bei den Perchten mitmachen darf. Damals ging das aber noch nicht, weil ich noch zu klein war.

Davon hast Du Dich ja scheinbar nicht entmutigen lassen, oder?

Nein, das Perchten-Fieber hat mich schon sehr gepackt und ich hab auch versucht, ein eigenes Perchten-Gewand zusammenzustellen und hab’ mir dafür von meiner Oma Felle und Schellen geholt und habe versucht, die Tänze nachzustellen.

Und irgendwann bist Du dann einfach zu den echten Proben der Brucker Perchten hingegangen?

Nein, das hat schon noch ein bisschen gedauert. Wieder spielt meine Schwester eine Rolle. Sie war wegen einer Theaterprobe, glaube ich, in den Räumen, wo die Brucker Perchten sich immer treffen und da hingen dann die Bilder, die ich damals für die Erzieherin gemalt hatte. Als mir meine Schwester davon erzählte, freute ich mich sehr und dachte mir, dass es vielleicht eine Chance geben könnte, dass ich jetzt mitmachen darf. Dann habe ich in der Schule einen Brief an die Brucker Perchten geschrieben und ein paar Monate später wurden meine Mama und ich bei den Perchten als Mitglieder aufgenommen.

Wie war dann Dein erster Einsatz?

Den hat es bis jetzt noch nicht gegeben, da ja wegen Corona für diesen Winter leider alle Auftritte abgesagt werden mussten. Doch dafür freue ich mich dann umso mehr auf kommendes Jahr und freue mich, wenn dann besonders viele Zuschauer kommen und ich endlich als Percht mittanzen kann.

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