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21. Dezember 2020

10 Regeln für die Rauhnächte

Tatsächlich gibt es eine Menge Regeln, die von Dorf zu Dorf unterschiedlich ausfallen können, wenn die Dämonen über die Felder ziehen. Die zehn wichtigsten sind hier zusammengefasst.

1. Vermeide Lärm und Streiterei im Haus, knall keine Türen und zerdeppere keine Teller – zerbrochene Dinge deuten auf Trennung im neuen Jahr hin, der Lärm lockt die Dämonen an.

2. Geh nicht aus dem Haus nach Einbruch der Dunkelheit, sonst läufst du Gefahr, von den Dämonen verschleppt zu werden.

3. Besen, die während der Rauhnächte gebunden werden, können magische Fähigkeiten bekommen, wie zum Beispiel Krankheiten oder bösen Geistern „den Kehraus zu machen“.

4. Halte Ordnung in Haus und Hof! Unordnung und Dreck locken die bösartigsten Dämonen in die Stube. Und wer will das schon?!

5. Wasch keine Wäsche zwischen Weihnachten und Neujahr – das könnte den eigenen Tod zur Folge haben. Insbesondere, wenn man die weißen Bettlaken draußen aufhängt, wo sich die Wilde Jagd darin verfangen könnte und die Krankheit ins Haus käme. Man sagt, die dunklen Dämonen können die helle Farbe der Bettwäsche nicht wahrnehmen.

6. Auch Haare und Nägel sollten nicht geschnitten werden, ansonsten drohen im neuen Jahr Kopfschmerzen, Haarausfall und Nagelentzündungen.

7. Ersetze fehlende Knöpfe sofort, damit im neuen Jahr nicht das Geld ausgeht.

8. Streitigkeiten vom vergangenen Jahr müssen unbedingt bis zur Thomasnacht geklärt sein, sonst lassen sie sich nie mehr lösen.

9. Wer während der Rauhnächte reichlich isst, wird im folgenden Jahr keine Hungersnot erleiden. Am besten sollte am Neujahrsabend Schweinefleisch mit Grünkohl auf den Teller kommen, dann hat man das gesamte nächste Jahr viel Glück zu erwarten!

10. Wer den Kehricht aus dem Haus und den Mist aus dem Stall vor die Türe wirft, wirft zugleich sein Glück aus dem Haus.