Hexen

Foto: Nela Dorner (@neladorner)
Alt und hässlich, irgendwie unheimlich, auf jeden Fall mystisch – um Hexen ranken sich viele Geschichten.
Den Sagen und Legenden nach bewegen sich Hexen auf der Trennlinie zwischen der diesseitigen und der jenseitigen Welt. Sie können daher gut vermitteln. Hexen haben wahrsagerische und heilende Fähigkeiten und sind sehr bewandert in der Kräuterkunde. Im Mittelalter wurden daher viele Frauen, welche sich auf diesen Gebieten auskannten wie z.B. Hebammen und Heilerinnen, deswegen verfolgt. Man sagte ihnen schwarze Magie und die Verbindung zum Teufel nach.
Auf ihren Besen sind Hexen, im Gegensatz zu den Perchten, das ganze Jahr über „aktiv“. In der Walpurgisnacht am 30. April feiern sie den Beginn des Sommers, des Lebens und der Fruchtbarkeit sowie des ständigen Wandels. Im Winter unterstützen sie die Perchten bei der wilden Jagd und beschützen Frau Perchta.
In unserem Verein sorgen die wilden und schiachen Weiber aber auch für den nötigen Spaß. Allerdings können sie auch ziemlich eigensinnig und reizbar sein. Dies wird beim gemeinsamen Tanz um das Feuer deutlich. Anfangs kommen sie fröhlich lachen und jauchzend hereingesprungen. Doch wehe es kommt ein schiefer Blick oder ein Fehltritt, schon fangen sie an zu zicken und sich gegenseitig zu ärgern. Auch vor den Perchten haben sie nur oberflächlichen Respekt und nutzen die Gelegenheit, zu sticheln und zu reizen.
Eine der wichtigsten Aufgaben unserer Hexen ist das traditionelle „Schuhbeseln“. Dabei werden die Schuhe der Zuschauer abgekehrt. Dies reinigt symbolisch von so manchen Lasten und Negativität des vergangenen Jahres. Die Menschen werden also rein und frei für das neue Jahr.